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Drogenmythen

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Wegen der durch die Illegalität bedingten schlechten Informationslage zu Drogen sind einige Drogenmythen im Umlauf.

Häufig ist das Bild einer Droge in der Öffentlichkeit mehr durch solche, durch die Presse weitergegebenen, Drogenmythen bestimmt.

Zu bedenken ist auch, dass die Menschen die durch den Konsum einer Droge auffallen nicht unbedingt repräsentativ für die Konsumenten dieser Droge sind. Etwa ist ein typischer Ethanoliker kein typischer Ethanol-Konsument. Bei illegalen Drogen fehlt der Öffentlichkeit aber das Vergleichsbild eines typischen Konsumenten, da dieser seinen Drogenkonsum zusätzlich verschleiert und sich vor negativen Konsequenzen zu schützen.

BeispieleBearbeiten

  • Bananenschalen - behauptete Drogenwirkung
  • Erdnusshäute rauchen - behauptete Drogenwirkung
  • Hortensien - behauptete Drogenwirkung
  • Abhängigkeit nach Erstkonsum - Behauptung das Crack(Cocain), Methamphetamin oder Heroin("anfixen") nach erstmaligen Konsum sofort eine Abhängigkeit erzeugen würden.
  • Einstiegsdroge - Behauptung, dass der Konsum einer Einstiegsdroge automatisch zum Konsum härterer Drogen verleitet.
  • (Lösch-)Papierstücken ("Blotter", "Pappen") können nur LSD enthalten, da es als einzige Droge in so geringen Dosis aktiv ist. - Es ist möglich mehrere mg einer Droge auf ein Stück Papier zu bringen, womit sich die Wirkdosisbereich einiger Drogen abdecken lässt. Es ist oft eher ein Glücksfall, wenn man wirklich LSD als LSD verkauft bekommt, denn Psychdelika wie NBOMe-Derviate (z.B. 25I-NBOMe und 25C-NBOMe) oder DOx-Derivate (z.B. DOM, DOB) sind billiger und leichter herzustellen, unterliegen zum Teil (noch) nicht dem Betäubungsmittelgesetz und sind deshalb viel weiter verbreitet. (vgl. Lookalike)
  • Modellpsychose - Annahme das ein Psychedelischer Rausch die Symptome einer Psychose auslöst, es sich also bei Psychedelika um Psychomimetika (Psychosen-Nachahmer) handelt. Psychotiker können in der Regel die Pseudohalluzinationen von Psychedelika von ihren krankheitsbedingten Sinnestäuschungen unterscheiden.
  • Ecstasy mit wirksamen Streckmitteln - Oft wird von Konsumenten und Dealern behauptet, Ecstasy Tabletten wären, neben dem normalen Wirkstoff (MDMA), zusätzlich zum Beispiel mit LSD überzogen oder mit Heroin Kern. Solche teuren psychoaktiven Substanzen, deren Wirkung teils gegensätzlich zu der von MDMA ist, als Streckmittel zu verwenden wäre sinnlos und lohnt sich finanziell nicht. Wahscheinlicher ist, dass es sich um eine ganz andere Substanz handelt (zB. 2C-X, Methylon, 4-FA), was mit solchen Fehlangaben überdeckt werden soll.
  • Methamphetamin lässt Zähne ausfallen - Während es durchaus sein kann, dass die Zähne durch auf dem Schwarzmarkt verbreitetes Crystal Meth schaden nehmen, hat nicht (oder nur wenig) verunreinigtes Methamphetamin keine stark schädliche Wirkung auf sie, solange sie nicht direkt mit dem ätzenden Stoff in Berührung kommen. Selbst die Schäden von verunreinigtem Meth ließen sich durch Mundhygiene minimieren, die wird allerdings von einigen Schwerabhängigen vernachlässigt.
  • Hängenbleiben - Der Ausspruch "hängenbleiben" impliziert, die Wirkung einer Droge würde nicht aufhören, der Konsument wäre für einen längeren Zeitraum von der eingenommenen Substanz berauscht. Dies stimmt nicht, jeder Wirkstoff hat eine Halbwertszeit im Körper und ist irgendwann ausgeschieden und nicht mehr wirksam. Wenn Tage nach der Einnahme (je nachdem, wie lange der Stoff wirkt) immer noch Wirkungen zu spüren sind, könnte es sich entweder um eine Psychose, einen Flashback oder ein anderes psychologisches Phänomenal handeln.
  • Cannabismythen [1]
    • Cannabis wird mit Abhängig-machenden Substanzen wie Opium, Heroin, Methamphetamin gestreckt - Labor-Untersuchungen von Straßencannabis haben bislang keinen dieser Stoffe entdeckt. Allgemein scheint die Behauptung unwahrscheinlich, da diese Drogen deutlich teurer sind als Cannabis, der Wirkunterschied für erfahrene Konsumenten auffällig wäre und eine wirkliche Abhängigkeitsentwicklung relativ lange dauert.
    • Genetisch-modifiziertes Cannabis - Bei den oft als Genhanf bezeichneten Sorten handelt es sich tatsächlich um besonders THC-reiche Zuchtsorten.
    • Cannabis ist heute gefährlicher, weil es deutlich mehr THC enthält. - Der THC-Anstieg beschränkt sich lediglich auf spezielle Zuchtsorten, welche im Straßenhandel relativ bedeutungslos sind. Der mittlere THC-Gehalt von Straßencannabis ist nicht höher als früher.
      Allgemein ist THC-reiches Cannabis nicht gefährlicher als THC-armes, da der Konsument von diesem einfach eine geringere Dosis einnimmt. Vermutlich ist es sogar weniger schädlich, da weniger geraucht wird. Allerdings kann sich das veränderte THC-CBD-Verhältnis in den besonders THC-reichen Sorten durchaus auf die Rauscherfahrung auswirken.
    • Schimmel-Afghane - Behauptung das geschimmeltes Marihuana besonders wirksam sei. Vermutlich ein Mythos, der in die Welt gesetzt wurde um auch verdorbenes Cannabis verkaufen zu können.
    • US-amerikanische Unabhängigkeitserklärung und Verfassung seien auf Hanfpapier geschrieben - Zwar war Hanfpapier zur damaligen Zeit weit verbreitet, aber für solch wichtige Dokumente hat man das haltbarere Pergament, also Tierhaut, verwendet.

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