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Die Filtertheorie besagt, dass das Gehirn im wesentlichen als ein Reduktionsfilter für Informationen dient, welcher nur die Lebens-notwendigen Informationen an das Bewusstsein heran lässt. Dadurch könnte der Mensch zwar Überleben, das wahre Wesen der Dinge würde ihm aber verborgen bleiben. Psychedelische Drogen, wie Mescalin, Psilocybin, LSD oder DMT, würden diese Filter ausschalten und Menschen so wahre Erkenntnisse ermöglichen. Diese Drogen seien also "Bewusstseinserweiternd".

KritikBearbeiten

Datenverarbeitung führt zu ErkenntnisBearbeiten

Die Filtertheorie betont das Gehirn als Filter, sie vernachlässigt damit aber seine Funktion als Datenverarbeiter. Erkenntnis ist nicht das Produkt davon, dass man viele Dinge auf sich wirken lässt, sondern viel mehr davon, dass man aus dem Verhältnis der Dinge zueinander Regeln ableiten kann.

Dies kann man sich folgendermaßen verdeutlichen. Eine Bilddatei erzeugt im wesentlichen eine Tabelle von Zahlenwerten, die jedem Pixel einer Farbe zuordnet, welche im sich aus unterschiedlichen diskreten Intensitäten für jede Grundfarbe zusammensetzt. Man kann diese Tabelle unterschiedlich darstellen und unterschiedlich komprimieren, die enthaltene Information des Bildes bliebe immer dieselbe. Dennoch wäre es für den Menschen kaum möglich eine Erkenntnis aus dem Bild zu ziehen, wenn dieses etwa nur als eine Aneinanderreihung von Einsen und Nullen dargestellt wird. Erst durch die Verarbeitung des Bildes in etwas Menschen-Lesbares sind wir in der Lage Erkenntnisse über dessen Inhalt zu gewinnen.

Entsprechend erscheinen Drogen, als potentielle Störer im Verarbeitungsprozess, eher Kontraproduktiv zur Erkenntnis. Es ließe sich auch vermuten, dass die gefühlte Erkenntnis bei einigen Drogenkonsumenten aus der Trübung des Bewusstseins entspringt.

Bewusstsein-Materie-DualismusBearbeiten

Die Filtertheorie basiert auf dem Descart'schen Dualismus von Bewusstsein und Materie. Das Bewusstsein wäre demnach ein Geist in einer Körpermaschine und Drogen würden die Maschine verändern, aber nicht den Geist.

An diesem Standpunkt lässt sich kritisieren, dass Geist und Materie in einer starken Wechselbeziehung stehen, weshalb unklar ist ob es überhaupt eine solche Trennung zwischen beiden gibt. Wenn Gehirn und Geist eine Sache sind, bedeutet dies auch, das eine Veränderung des Gehirns zu einer Veränderung des Geistes führen kann, Drogen wären also nicht Bewusstseinserweiternd sondern lediglich Bewusstseinsverändernd.

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