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Ketamin

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Ketamin oder Chlorphenyl-Methylamino-Cyclohexanon ist ein Medikament, welches sowohl in der Veterinär- wie auch in der Human-Medizin als Anästhetikum Verwendung findet.

Außerdem wird es aufgrund seiner dissoziativen Wirkung als Rauschdroge verwendet und auch illegal in Untergrundlaboren für den Schwarzmarkt hergestellt.

Es ist ein Phenylcyclohexan.

GebrauchBearbeiten

DarreichungsformBearbeiten

Ketamin wird für medizinische Zwecke als Injektionslösung hergestellt, welche intravenös oder intramuskulär gespritzt werden kann.

Bei illegalen Gebrauch wird Ketamin in Pulverform geschnupft oder injiziert. Seltener findet sich Ketamin in Tablettenform, vereinzelt als Ecstasy.

DosisBearbeiten

Bei nasalem Konsum treten erste Effekte bei 10-15mg ein, eine leichte Dosis sind 15-30mg, eine mittlere 30-75mg, eine starke 60-125mg und die K-Hole Dosis ist 100-250mg.

Oral treten erste Effekte bei 40-50mg ein, eine leichte Wirkung wird mit 65-100mg, eine mittlere mit 75-300mg, eine starke mit 200-450mg und das K-Hole mit 500mg+ erreicht.

Rektal gelten die selben Dosisangaben wie für den oralen Konsum.

Intramuskulär (IM) erste Effekte bei 10-15mg, leichte bei 15-30mg, mittlere bei 25-50mg, starke bei 40-100mg und das K-Hole bei 60-150mg. In der Medizin wird es mit 100-200mg als Anästhetikum verwendet.

WirkungBearbeiten

Ketamin vermindert die Schmerzempfindung, worin sein medizinischer Zweck liegt. Als Nebenwirkung (oder vom Rausch-Konsumenten beabsichtige Wirkung) treten Bewusstseinsstörungen auf. Die Umwelt wird dissoziativ Wahrgenommen, d.h. verknüpfte Wahrnehmungen werden als getrennt empfunden. Halluzinationen können insbesondere bei Überreizung auftreten. Am Anfang des Rausches können Kribbeln (Body load) und Hitze- und Kälteempfindungen auftreten.

Es wurde auch von Außerkörperliche Erfahrungen und Wahnhaften Erlebnissen berichtet.

Bei sehr hohen Dosen tritt das sogenannte K-Hole auf, ein von der Intensität her mit dem DMT Breakthrough vergleichbarer dissoziativer Zustand.

Die geistigen Leistungsfähigkeiten sind herabgesetzt und die Konsumenten oft hilflos, verwirrt und leiden an Koordinationsschwierigkeiten. Erinnerungen an den Rausch sind oft Bruchstückhaft und verzerrt(Filmriss).

Es kann Übelkeit auftreten. Die Pupillen sind mittelweit.

RisikenBearbeiten

Durch die schmerzstillende und dissoziative Wirkung besteht das Risiko, das der Konsument nicht angemessen auf Verletzungen reagiert, also nicht von einer Schadensquelle, wie einer Messerspitze oder einem heißen Gegenstand, zurückschreckt.

Durch die Koordinationsschwierigkeiten besteht das Risiko zu stürzen. Allgemein können Konsumenten hilflos sein, weder stehen noch gehen können und sind so ihrer Umgebung völlig ausgeliefert. Durch die Hilflosigkeit kann man in Panik geraten und auf einem Horrortrip enden.

Durch die verminderte Koordinationsvermögen kann die Fähigkeit zum Schlucken verloren gehen, weshalb die Gefahr besteht am Speichel zu ersticken (es empfiehlt sich die stabile Seitenlage).

AbhängigkeitBearbeiten

Zu Ketamin kann sich eine psychische Abhängigkeit entwickeln. Die Wirkdosis ist dann durch Toleranzentwicklung meist deutlich fünf- bis zehn-mal höher. Körperliche Entzugserscheinungen sind nicht bekannt.

LangzeitschädenBearbeiten

Wie bei allen NMDA-Antagonistischen Dissoziativa besteht bei Ketamin der Verdacht neurotoxisch wirken zu können. Aus Tierversuchen ist ein spezifisches Schadensbild im Gehirn bekannt, welches nach dem Entdecker als "Olneys Läsionen" bezeichnet wird. Es ist umstritten ob diese Ergebnisse auf den Menschen übertragen werden können.

RechtstatusBearbeiten

Ketamin fällt unter das Arzneimittelgesetz und ist verschreibungspflichtig.

QuelleBearbeiten

  • Bernhard van Treeck: Drogen S.311ff

Weblinks Bearbeiten

Verwandte DrogenBearbeiten

Dissoziativa
Vertreter
Biogen Pflanzen Ibogain Tabernanthe iboga, Tabernaemontana undulata, Voacanga africana
Salvinorin A Salvia divinorum
Wirkstoffe NMDA-Antagonist Arylcyclohexylamine Ketamin Ketamin, Esketamin
MXE, PCP, PCA, PCDE, PCE, PCMO, PCPr, PCPy
DXM, Diethylether, Lachgas
Ibogain
κ-Opioid-Agonist
Salvinorin A
Wissen und Kultur
Wirkungen Dissoziation, analgetisch, sensorische Blockade/K-Hole, Außerkörperliche Erfahrungen, Synästhesie
Risiken Horrortrip, Ataxie, scheinbare Bewusstlosigkeit mit Erstickungsgefahr, Neurotoxizität, Abhängigkeit
Safer Use Tripsitter

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