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Nasal oder intranasal (i. n.) ist die Applikationsform, Substanzen zu schnupfen (im engl. sniffing) und so über die Nasenschleimhaut aufzunehmen.

Hierfür werden meist die pulverförmigen oder feinkörnig-kristallinen Zubereitungen ("Snuff") auf einer glatten Oberfläche zu Lines (engl. für Linien, auch Fluglinie oder Straße genannt) geformt, die dann mit einem Ziehrohr oder direkt in die Nase gezogen werden. Der Stoff kann auch in einer Flüssigkeit gelöst und dann mit einem Zerstäuber auf die Nasenschleimhaut gesprüht werden.

Nur wasserlösliche Substanzen können nasal konsumiert werden.

Diese Konsumform wirkt schneller als der orale Konsum, wodurch oft ein sogenannter "Kick" eintritt, der das Suchtpotential der Substanz erhöht. Zusätzlich ist die Bioverfügbarkeit nasal bei vielen Stoffen höher, u.a. weil der First-Pass-Effekt umgangen wird.

Die bekanntesten nasal konsumierten Substanzen sind Amphetamin, Cocain, Crystal Meth und Schnupftabak. Auch in naturreligiösen Stämmen ist diese Konsumform verbreitet, hier wird zum Beispiel pulverisiertes Kanna geschnupft.

Selbst in der Medizin wird manchmal zum nasalen Konsum gegriffen, so zum Beispiel bei Nasensprays.

ParaphernalienBearbeiten

Zum Ziehen von LinesBearbeiten

Typische Paraphernalien für das Ziehen von Lines sind eine glatte Unterlage, etwa ein Handspiegel, ein glatt-kantiger Gegenstand zum Anordnen der Line, etwa eine Rasierklinge oder eine Kreditkarte, und wahlweise ein Ziehrohr, oft aus Papier gerollt.

Spatel, kleine SchäufelchenBearbeiten

Zum Teil wird auch ein Spatel, ein kleiner langstieliger Löffel oder auch ein langgewachsener Fingernagel verwendet, um eine Schaufelladung aus dem Pulver zu entnehmen und diese direkt von dem Gegenstand zu schnupfen.

McSpoonBearbeiten

Ein gewisses Kuriosum bildet hierbei der McDonalds Plastik-Kaffee-Löffel, der in den 1970ern in den USA und anderen Ländern hierfür zweckentfremdet wurde. Neben seiner geeigneten Form und leichten Beschaffbarkeit bot der Löffel auch den Vorteil, dass sein Besitz unverdächtig war und dass die Löffel durch ihre Länder-übergreifende standardisierte Form eine quasi-universell gültige konstante Volumeneinheit darstellten, welche etwa 100mg Cocain entsprachen und auch als McSpoon bezeichnet wurde. McDonalds ersetze den Kaffee-Löffel 1979 durch eine neue Form, die großen Restbestände wurden an Filialen außerhalb der USA weitergegeben, welche diese z.T. noch über Jahrzehnte weiter verwendeten. [1][2]

ZerstäuberBearbeiten

Bei den Konsum mittels Zerstäubern wird oft ein altes Exemplar zweckentfremdet, welches man etwa in Drogerien erwerben kann.

Risiken Bearbeiten

(siehe auch SaferUse#Applikationswege)

Die Grundregeln um Risiken beim nasalen Konsum zu vermeiden werden als Safer Sniffing bezeichnet.

Infektionsgefahr
Bei Drogen, die wie Kokain geschnupft werden, besteht das Risiko das schwere Krankheiten über die Nasenschleimhaut bzw. über Verletzungen in dieser übertragen werden. Zu diesen Krankheiten zählt insbesondere Hepatitis C, welche oft einen schweren und chronischen Verlauf nimmt.

Um ein Infektionsrisiko zu reduzieren sollte auf die Hygiene geachtet und Verletzungen vermieden werden. Schnupfröhrchen und Schnupfunterlage sollten nicht mit anderen geteilt werden, auch sollte nicht durch Geldscheine oder von schmutzigen Unterlagen gezogen werden.

Nach Möglichkeit sollte man Schupfröhrchen ohne spitze Kanten verwenden, um Verletzungen der Nasenschleimhaut zu vermeiden. Hierfür ist in der Regel dickeres Papier geeignet, Plastik-Strohhalme und dünnes Papier hingegen nicht.

Häufig werden CD-Hüllen oder andere Unterlagen aus Plastik als Ziehunterlage verwendet. Das ist sehr schädlich, da beim Vorbereiten der Substanz kleine Plastikteile abgeschabt und anschließend gezogen werden können. Das führt zu Verletzungen in der Nasenschleimhaut.

Langfristige Schädigung der Nase
Bei häufigen nasalen Konsum können Nasenschleimhäute, Nasenscheidewand und Richzellen angegriffen werden. Hierdurch kann es u.a. zu häufigen Nasenbluten, Beeinträchtigung des Geruchssinns und in besonders schlimmen Fällen zum Nasenscheidewand-Durchbruch kommen. Der Verlust der Nasenscheidewand kann im Gesicht zu einer Sattelnase führen, welche sich oft auch nicht mittels ästhetischer Chirurgie behandeln lässt[3].

Um solche Schädigungen zu vermeiden sollte der Nase eine ausreichende Regenerationszeit nach dem Konsum gegönnt werden.

ReferenzenBearbeiten

  1. http://www.snopes.com/business/origins/mcdspoon.asp
  2. https://priceonomics.com/the-mcdonalds-cocaine-spoon-fiasco/
  3. http://www.bodenseeklinik.de/kokain-nase

WeblinksBearbeiten

siehe auch Bearbeiten

Rausch
Einflussfaktoren
Droge Dosis Körper Set Setting
Wirkstoff
Zubereitung
Upper
Downer
Halluzinogen
Testdosis
Wirkdosis
Überdosis
Toxische Dosis
Letale Dosis
Nachdosieren‏‎
Herantasten‏‎
Dosierung nach Gefühl
Dosiseskalation
Toleranz
Kreuztoleranz
Reverse Toleranz
Unverträglichkeit
Vorerkrankungen
Erwartungshaltung
Positives Denken
Konsumraum
Tripsitter
Triptoy
Musik
Peer-Group
Party
Rauschverlauf
Motivation Vorbereitung Anfluten
Invasion
Rauschniveau Abfluten
Elemination
Nachwirkungen
Neugier
Entspannung
Enthemmung
Frust
Selbstmedikation
Craving
Set
Setting
Beschaffung
Flash
Aufdosieren/Herantasten
Nachdosieren Afterglow
Metabolisierung
Ausscheidung
Kater
Erschöpfung
Schlafmangel
Applikationswege
Oral Inhalation
Trinken Essen Schlucken Rauchen Dampfen
Tee Kapseln
Tabletten
Zigarette
Pfeife
Bong
Shisha
Vaporisator‏‎
E-Zigarette
Smoke Bubble
Folie-Rauchen
Injektion nasal weitere
intravenös intramuskular subkutan Schnupfröhrchen‏‎ buccal
sublingual‏‎
transdermal
rektal
vaginal
Spritze
Kanüle
Wirkungen
Körper Verhalten Körpergefühl Emotional Wahrnehmung
Muskelrelaxation
Vasokonstriktion
diuretisch
Enthemmung
Laberflash
Schlafeinleitung
Bewusstlosigkeit
Aggressivität
Body load
Wachheit‏‎
Müdigkeit
Schmerzstillung
Appetithemmung
Appetitanregung
Euphorie
Scheintiefe
Empathie
Angstlösung
Beruhigung
CEVs
(Pseudo-)Halluzinationen
Maschinenelfen
Optics
K-Hole
Synästhesie
Visionen
Breakthrough‏‎
Traumerzeugung
Nebenwirkungen
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Übelkeit und Erbrechen, Schlaflosigkeit‏‎, Appetitlosigkeit‏‎, Heißhunger, Müdigkeit/Mattigkeit, Antriebslosigkeit‏‎, Derealisation‏‎, Depersonalisation‏‎, Kopfschmerzen Mydriasis‏‎, Mundtrockenheit‏‎, Schwitzen Ataxie, Sprachstörungen‏‎, Schwindel, Benommenheit‏‎, Verwirrung, Filmriss/Blackout‏‎, Reizüberflutung‏‎, Tremor‏‎, Krampf, Gleichgewichtstörungen‏‎ Kater
Rebound
Abstinenzsyndrom
Craving
Affe
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Psychische Krise Lebensgefahr
Abhängigkeit
Bewusstlosigkeit
Dehydrierung
Delirium
Kontrollverlust
Bluthochdurck
Tachykardie
Angst
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Paranoia
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Atemdepression/Atemstillstand
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Schock
Hyperthermie
Hypothermie
Abstinenzsyndrom
Begleitumstände
Konsummuster, SaferUse, Entzug, Abstinenz, Kontrollierter Konsum, Ausschleichen‏‎, Runterreden‏‎, Drug holidays, Drogenkarriere

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