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PCP
Phencyclidin, auch Phenylcyclohexylpiperidin, kurz PCP, ist ein dissoziatives Halluzinogen. Es gilt als eines der billigsten Halluzinogene und ist deshalb als Straßendroge verbreitet.

Im Jargon ist es auch als Angel Dust bzw. Engelsstaub bekannt. Angeblich rührt dieser Name daher, dass es ursprünglich vor allem von den "Hells Angels" konsumiert wurde und teilverantwortlich für deren extrem gewalttätiges Vorgehen sei.

AnwendungBearbeiten

DarreichungsformBearbeiten

PCP wird als Pulver zum nasalen und als Tabletten zum oralen Konsum verkauft.

PCP kann auch geraucht werden, in dem seine flüssige Form auf Blätter von Gewürzpflanzen, wie Petersilie oder Pfefferminze, geträufelt wird und diese mit Tabak gemischt werden. Alternativ werden Zigaretten in PCP in der Pulverform "gedippt", oder das Pulver in einer Pfeife geraucht.

Sehr selten wird PCP auch injiziert.

WirkungBearbeiten

Obwohl diese Droge einen sehr schlechten Ruf genießt, hat auch sie bei sachgemäßer Anwendung positive Wirkungen wie Euphorie, dissoziative Effekte und gedankliches Trippen auf. Sie sind durchaus mit denen von anderen Dissoziativa vergleichbar.

Bei einem intensiven Rausch treten (Pseudo-) Halluzinationen, Wahrnehmungverzerrungen und Koordinationsschwierigkeiten und Schmerzunempfindlichkeit auf.

Es kann zu Angstgefühlen, depressiven Verstimmungen, aber auch Aggressionen kommen.

Bei zu hoher Dosis kann es zu einer sensorischen Blockade kommen, bei der der wache Konsument völlig unempfindlich für äußere Reize ist.

Körperliche Wirkungen sind die Beschleunigung des Herzschlags, Blutdruckanstieg und eine Erweiterung der Pupillen.

RisikenBearbeiten

akute GefahrenBearbeiten

Durch die Koordinationsschwierigkeiten kann es zu Verletzungen kommen, die durch die gleichzeitige Schmerzunempfindlichkeit nicht bemerkt werden.

Die aggressionssteigernde Wirkung kann zu Problemen führen, ebenso kann es im Rausch auch zu selbst-verletzenden Handlungen kommen.

SchädlichkeitBearbeiten

PCP Konsum kann auf Dauer zu Gedächtnisschwierigkeiten und Sprachstörungen führen.

DosisBearbeiten

Die Wirkdosis von PCP liegt bei 1-10 mg.

Abhängige sollen aber auch bis zu 1g am Tag konsumieren, wobei das Risiko einer Atemlähmung besteht.

WirkungszeitBearbeiten

Die Wirkung setzt nach 3 bis 5 Minuten ein und hält 4 bis 6 Stunden, in manchen Fällen aber auch bis zu 48 Stunden, an.

WirkmechanismusBearbeiten

Phencyclidin wirkt als Kanalblocker an NMDA-Rezeptoren(NMDA-Antagonist). Dies ist ein Merkmal, das es mit anderen Dissoziativa teilt. Hinsichtlich dieser Wirkungsweise ähnelt Phencyclidin am ehesten Ketamin, seine Wirkung ist jedoch stärker psychotisch und weniger analgetisch (schmerzdämpfend).

QuelleBearbeiten

  • Manfred Rabes, Wolfgang Harm: XTC und XXL. Ecstasy., S. 30f, 1997, ISBN 3499602393

WeblinksBearbeiten

Verwandte DrogenBearbeiten

Dissoziativa
Vertreter
Biogen Pflanzen Ibogain Tabernanthe iboga, Tabernaemontana undulata, Voacanga africana
Salvinorin A Salvia divinorum
Wirkstoffe NMDA-Antagonist Arylcyclohexylamine Ketamin Ketamin, Esketamin
MXE, PCP, PCA, PCDE, PCE, PCMO, PCPr, PCPy
DXM, Diethylether, Lachgas
Ibogain
κ-Opioid-Agonist
Salvinorin A
Wissen und Kultur
Wirkungen Dissoziation, analgetisch, sensorische Blockade/K-Hole, Außerkörperliche Erfahrungen, Synästhesie
Risiken Horrortrip, Ataxie, scheinbare Bewusstlosigkeit mit Erstickungsgefahr, Neurotoxizität, Abhängigkeit
Safer Use Tripsitter

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